4. Tour-de-Bier 2007 – Weißenburg in Bayern

Die Tour-de-Bier 2007 führte vom 04. bis 06. Mai nach Weißenburg in Bayern. 36 Teilnehmer aus ganz Deutschland, den Niederlanden und sogar aus den USA trafen sich am frühen Nachmittag des 04. Mai vor dem Bräustüberl des Schneider Bräu „Zur Kanne„.

Joe Hoyer, Weißenburger aus Überzeugung führte unsErster Programmpunkt war eine Stadtführung. Joe Hoyer, Weißenburger aus Überzeugung, berichtete aus der Geschichte der Stadt, in deren Nähe sich dereinst das römisches Kastell Birciana befand. Bei strahlendem Sonnenschein führte er die Gruppe zu sehenswerten und romantischen Stellen des alten Weißenburg.

Von den zahlreichen Brauereien haben sich nur zwei bis heute halten können, die Brauerei Sigwart und Schneider Bräu.

Nach der Stadtführung stand die Besichtigung des Schneider Bräu an. Der Braumeister, Herr Hofstätter, führte durch die ehrwürdige Braustätte. Durch die Enge des Sudhauses bedingt, musste die Gruppe geteilt werden. Pils, Helles, Weizen und Märzen werden hier gebraut. Besonderer Beliebtheit erfreute sich das Märzen. Freunde fand aber auch die Gose, die in einer mit Schneider Bräu verbundenen Kleinbrauerei im Bayerischen Bahnhof in Leipzig gebraut wird.

Brauerei Schneider Weißenburg

Nach der Führung gab es ein Bier zum Verkosten, den Tourteilnehmern wurden ein auf 20 l umgerechnetes Rezept des Schneider Bräu Märzen und ein extra von Schneider Bräu anlässlich der Tour de Bier aufgelegter Bierdeckel überreicht.

Der Abend wurde in geselliger Runde im Bräustüberl „Zur Kanne“ verbracht. Uns schlossen sich Joe Hoyer und einige seiner Freunde an, die im Vorfeld der Tour die Organisatoren mit Hinweisen unterstützt hatten.

Am Sonnabend war das Wetter durchwachsen, allerdings war Petrus gnädig und öffnete die Himmelsschleusen es nur während der Busfahrt und dem Besuch bei der Hopfenverwertungsgenossenschaft Spalt. Der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende der HVG Spalt e.G. stellte das Anbaugebiet Spalt vor, informierte an einem neben der 1.500 qm großen Kühllagerhalle gelegenen Hopfenfeld über Anbau und Pflege des Hopfens, außerdem malte er recht düstere Aussichten über die Versorgung der Brauereien mit Hopfen, da die letzte Ernte weltweit unterdurchschnittliche Erträge gebracht habe. Zur Untermauerung zweigte er die weitgehend leeren Regale in der Lagerhalle. Erfreulicherweise habe die Trockenheit im April dem tief wurzelnden Hopfen nicht geschadet. Bemerkenswert der Einfluss von Anheuser-Busch, der Konzern nimmt etwa 10 % des in Spalt und Umgebung angebauten Hopfens ab und ist damit der größte Einzelkunde der HVG Spalt.

Fürst Carl Ellingen

Nach dem Mittagessen im Gasthof „Krone“ in Spalt standen die Besichtigungen des Fürstlichen Brauhauses Ellingen und einer Miniatur-Brauanlage, die sich der ehemalige Braumeister des Fürstlichen Brauhauses Ferdinand Besler in seinem Keller aufgebaut hat. Durch das Brauhaus führte uns sein Sohn Bernd Besler, der derzeitige Braumeister. Erwähnt sei an dieser Stelle das große Engagement und die hervorragende Betreuung.

Da die Brauanlage von Herrn Besler sen. nur von sechs bis sieben Personen zur gleichen Zeit besichtigt werden konnte, pendelte der Bus mehrfach zwischen Brauhaus und Wohnung. So fanden interessierte Teilnehmer Zeit, Schloss Ellingen zu besichtigen.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Tour-de-Bier stand am Abend der Besuch eines Theaters auf dem Programm. Im Luna-Theater wurden die überwiegend nicht aus Bayern – und erst recht nicht aus Franken – stammenden Tourteilnehmer über die Natur der Franken und die Tücken des Zusammenlebens von Mann und Frau informiert.

Luna Theater Weißenburg

Es war spät geworden. Hungrig und durstig traf man sich im Bräustüberl „Zur Kanne“, um den Abend in geselliger Runde zu beschließen.

Am Sonntag traf man sich vor dem Bräustüberl, um die Tour mit Ratsch und Tratsch zu beenden. Leider fand die Tauschbörse für Brauerei- und Bierartikel keine große Resonanz. Thema war unter anderem die Tour-de-Bier 2008, dann die Fünfte.

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