1. Städtetour-de-Bier 2008 – Wien (Doris)

In der Bierzeitung des www.bierclub.de gab es im Januar einen Hinweis zu www.tour-de-bier.de. Diese Seite hatte ich in der Vergangenheit zwar schon mal besucht, die angebotenen Bierreisen fanden bisher (und auch in diesem Jahr) im Mai immer an einem Wochenende statt, wo wir schon anderweitig Urlaub geplant hatten. Nun gab es in diesem Jahr zusätzlich eine Städtetour-de-Bier von Mittwoch, den 27.2. bis Samstag, den 1.3.08 nach Wien. Klang sehr interessant. Wir hatten noch 4 unverplante Resturlaubstage, die sowieso bis Mitte März weg mussten.

In Wien waren wir bisher auch nur mal einen Tag vor vielen Jahren. German Wings bot außerdem gerade für Februar/März günstige Flüge an z.B. für 1,11€. Na ja, kommen natürlich immer noch jede Menge Gebühren dazu. Wir buchten Hinflug am Dienstag und Rückflug am Sonntag, zusammen für 2 Personen € 240. Wie wir später erfuhren, hätte man das wesentlich billiger haben können, wenn man z.B. schon im Oktober gebucht hätte.

Wir flogen am Dienstag, dem 26.02. 15:25 Uhr ab Köln; Ankunft 16:00 Uhr in Wien. Mit dem Bus 16:30 Uhr fuhren wir zum Westbahnhof.

Einfache Fahrt kostet 6€, Hin- und Rückfahrt zusammen kosten 11€ und Rückfahrt ist 30 Tage gültig. Wir nehmen gleich mit Rückfahrt.

Der Bus hält nur am Südbahnhof und Westbahnhof; Fahrzeit 20 Minuten bis Süd-, 35 Minuten bis Westbahnhof.

Unsere Hotel-Pension „Kaffeemühle“, Kaiserstraße 45, ist zu Fuß vom Westbahnhof in gut 5 Minuten erreichbar, beim ersten Mal natürlich etwas länger, da wir suchen müssen.

Hotel ist sauber, Zimmer sehr warm, seitlich zur Straße. Ist zwar keine Hauptstraße, fährt aber eine Straßenbahn, also schon etwas laut. Trotz Fenster offen, Heizung aus, ist es immer warm. Es gibt eine Klimaanlage (großes Gerät), Funktionsfähigkeit haben wir nicht getestet. Deckenventilator, Standventilator – scheint also immer recht warm zu sein. Im Zimmer auch ein normal großer Haushaltskühlschrank.

Mit der U3 ab Westbahnhof zum Stephansplatz. Haben uns eine 72-Stunden-Karte für 13,60€ gekauft, mit der man U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn und Bus 72 Stunden benutzen kann.

Wir gehen einmal um den Stephansdom und suchen die Naglergasse. In Nr. 13 soll es „Bierhof“ und „Hopferl“ geben. Wir finden das „Hopferl“, Naglergasse 13. Wir essen und trinken Ottakringer Zwickl und Hell. Es gibt noch Ottakringer Schwarz. Wie wir erst später erfahren, befindet sich der „Bierhof“ zwar im gleichen Gebäude, Eingang ist aber von der Rückseite und eine Etage tiefer, man muß 2x um die Ecke gehen. In der ersten Seitenstraße waren wir zwar, aber nicht weiter.

Auf der Suche nach weiteren Bierlokalen kommen wir zur „Gössers Bierklinik“, Steindlgasse 4. Es gibt: Gösser Zwickl, Gösser Spezial, Gösser Stiftsbräu dunkel, Gösser Gemischtes hell/dunkel, Reininghaus Pils, Schladminger Märzen, Altbrünner Gold und Osterbock. Wir trinken Zwickl und Spezial. Die Räumlichkeiten schön rustikal und gemütlich. Schade, dass wir schon gegessen haben, die Speisekarte sieht verlockend aus.

Weiter geht es zum „Bermuda Bräu“, Rabensteig 6. Es gibt Ottakringer Goldfassl im Steinkrug. Muß man an der Theke holen. Zwickl können wir nicht im Steinkrug bekommen, weil die Kellner das angeblich nicht umrechnen können. Laut Internet-Speisekarte ist der Preis für beide Biere allerdings gleich. Eigentlich wollten wir ins „Krah, Krah“ neben dem „Bermuda-Bräu“, aber dort ist es sehr voll.

Mit der U3 fahren wir zurück bis Westbahnhof und gehen noch in die „Hopfenstange“, Kaiserstraße 12. Es gibt Grieskirchner Bierspezialitäten, Zwickl 1868 Egger, Hirter (seit 1270). Wir trinken Zwickl. Auch sehr wohlschmeckend.

Mittwoch, 27.02.08

Zum Frühstück im Hotel gibt es nur abgepackte Butter, Käse, Marmelade, Honig, jeweils für 2 Personen auf einem Tablett arrangiert. 5 Brötchen für 2 in einem Körbchen, sind schon aufgeschnitten. Glas Saft wird an den Tisch gebracht, ebenso Kanne Kaffee für jeden, enthält mindestens 3 Tassen. Kein Ei, kein Joghurt, kein Obst, keine Wurst, nur ein „Geflügelaufstrich“.

Alle Tische sind eingedeckt, aber an den Wochentagen ist außer uns nur noch ein Paar da, am Wochenende ist alles voll. Das Hotel wird von 4 oder 5 jungen Männern geführt, Araber, schlecht deutsch sprechend, schon etwas merkwürdig.

Mit der U3 fahren wir bis zum Museumsquartier.

Wir beginnen unseren Stadtrundgang am Volkstheater, gehen Richtung Rathaus, vorbei am Justizpalast und Parlament. Auf dem Rathausplatz „Wiener Eistraum“, mehrere Eislaufflächen, dazwischen Imbissstände mit vorwiegend heißen Getränken; bei ca. 16°C und Sonne ist das wenig gefragt. Weiter Richtung Votivkirche, vorbei an der Universität, durch den Sigmund-Freud-Park.

1997 pflanzte die Europäische Union einen Baumkreis und beging damit den 40. Jahrestag ihrer Gründung. Anlässlich der EU-Erweiterung im Mai 2004, wurde die Mitte des Baumkreises mit einem Granittisch und zehn Sitzgelegenheiten (für die zehn neuen Mitglieder) ergänzt.

Durch die Schottengasse, Besichtigung der Schottenkirche, vorbei am Kinski-Palast, durch die Herrengasse kommen wir zur Hofburg. Wir gehen durch die Höfe über den Heldenplatz und Maria-Theresien-Platz. Hier im Parkgelände zwischen den Naturhistorischen und dem Kunsthistorischen Museum sind die Sträucher immergrün und haben exakt geschnittene runde Formen. Die Springbrunnen sind zu dieser Jahreszeit abgedeckt, obwohl es so warm ist, dass einige junge Leute sogar auf dem Rasen liegen. Wieder zurück zur Hofburg mit der Spanischen Hofreitschule. Diese kann man nur zu bestimmten Zeiten besichtigen. Der Vormittagsunterricht ist gerade beendet und die Pferde werden über die Straße von der „Schule“ zu den Stallungen geführt.

Vorbei an Albertina (Museum), Staatsoper, Hotel Sacher (hier wird gerade ein Film gedreht), Schwarzenbergplatz mit Befreiungsdenkmal und Hochstrahlbrunnen, Unteres Belvedere.

Direkt neben dem Unteren Belvedere befindet sich die Hausbrauerei „Salmbräu“, Rennweg 8, die wir für Mittagessen ausgesucht hatten.

Es ist recht voll, nur wenige freie Plätze im Wintergarten direkt neben der Brauanlage, was uns nur recht sein kann. Wir trinken Märzen und Helles; es gibt noch Pils, Weizen, Böhmisch Dunkel gemischt.

Es wird gerade gebraut, Würzekochen ist kurz vor Ende, der Braumeister (Tscheche oder Slowake) gibt noch Hopfen zu, spindelt und füllt um in Whirlpool. 16 hl pro Sud, Salm ist auch Brauanlagenhersteller, ebenso gibt es eine Brennerei. Haben diverse Auszeichnungen bekommen. Durch den Park gehen wir bis zum Oberen Belvedere, daneben durch den Botanischen Garten, der Alpengarten ist geschlossen.

Mit Straßenbahn fahren wir bis Burgtheater, zu Fuß bis Stephansplatz, werfen einen Blick in den Stephansdom.

Die Tour-de-Bier beginnt mit einem Treffen 16 Uhr im Siebensternbräu. Deshalb fahren wir mit der U3 bis Neubaugasse, weiter zu Fuß.

7 Stern Bräu“, Siebensterngasse 19:

Treffen mit Hans Rolf Linke aus Sulzbach-Rosenberg, Organisator der Tour-de-Bier. Anwesend sind schon Britta und Jörg aus Bremen und Udo aus Mühlheim/Ruhr.

Später kommen Volker aus der Nähe von Koblenz, Walter mit Frau aus Nürnberg und Britta Dolenc und Dietmar Eder von der KGBier Wien.

17:30 Uhr Brauereiführung mit dem tschechischen Braumeister, Brauanlage von Salm, 16 hl, 12 Lagertanks, 4 Gärtanks.

Wir probieren die diversen Biere: Wiener Hell, Märzen, Prager Dunkel, Hanfbier, Chilibier (1,5 kg getrocknetes Chili auf 500l fertiges Bier, 3-4 Tage, sonst wird es zu scharf), Bamberger Rauchbier.

Ab 10.3. wird es India Pale Ale und Oster-Rauchbock geben. Wir verkosten beides direkt aus dem Zwickelhahn am Lagertank. Alles hervorragende Biere.

Im Laufe des Abends lernen wir uns gegenseitig näher kennen, sind alles Hobbybrauer und so gibt es genügend Gesprächsstoff und Erfahrungsaustausch (ebenso an den nächsten Tagen).

Wir lernen auch die Wiener „Bierausschankgrößen“ kennen:

  • 0,2 l Pfiff
  • 0,3 l Seidel
  • 0,5 l Krügel
  • 1 l Maß

Als die anderen alle schon weg sind, trinken wir noch ein Bier an der Theke. Es ist immer noch voll, unser Tisch wurde sofort wieder besetzt. Zu Fuß zum Hotel benötigen ca. 15 Minuten. Ganzen Tag sehr schönes Wetter, viel Sonne, bis nahe 20° C.

Donnerstag, 28.02.08

Wieder sehr schönes Wetter und sonnig.

9:50 Uhr Treffen an der Straßenbahnhaltestelle 9 vor dem Westbahnhof.

10:10 trifft der Letzte (Walter) ein.

Mit Straßenbahn 9 bis Johann-Nepomuk-Berger-Platz.

Unterwegs rammt die Straßenbahn ein Taxi bei Fahrt um Kurve, es dauert einige Minuten, bis es weitergeht.

Fast pünktlich sind wir kurz nach 10:30 Uhr an der „Ottakringer Brauerei“, Ottakringer Str. 91.

Brauereibesichtigung: Sudhaus, „Gärkeller“ (hat mit Keller irgendwie nichts mehr zu tun, auch sieht man nur die Außenwände der Gärbehälter, Rohre, Schläuche …

Die Abfüllung erfolgt ausschließlich grüne Flaschen wegen Wiedererkennungswert, Mehrheit wird in Dosen abgefüllt, da in Österreich kein Dosenpfand, und Fässer für die Gastronomie.

12:00 Bierverkostung auf dem Gerstenboden, ausgebaut für Veranstaltungen, ebenso wie der Hopfenboden und der Hefeboden.

10 Biere vom Hahn: Hell, Dunkles, Gemischtes, Alkoholfreies Null Komma Josef, Zwickl, Zwickl Rot, Zwickl Bock, Goldfassl Wiener Pils, Goldfassl Wiener Spezial, Innstadt Hefeweißbier. Können soviel probieren, wie wir möchten. Dazu gibt es Brezeln.

13:30 Uhr Mittagessen in Gaststätte „Bierfink“, Friedrich Kaisergasse 69, Ecke Eisnergasse, in der Nähe der Brauerei.

Es gibt Ottakringer Biere und Budvar. Sehr nette und lustige Kellnerin, dem Dialekt und Temperament nach wohl Ungarin.

Mit Straßenbahn J ins Stadtzentrum bis Karlsplatz.

Da bis zum nächsten Termin noch Zeit ist besuchen wir ein Wiener Kaffeehaus – muß ja wohl auch mal sein, wenn man in Wien ist. Mit Hans Rolf, Volker und Udo gehen wir ins „Cafe Schwarzenberg“, Kärntner Ring Nr. 17. Trinken Kaffee oder Einspänner. Kaffee ist mir viel zu stark, bitter, mit Milch mag ich nicht, gibt zwar Wasser dazu, aber ….

16:30 Uhr Stadtbrauerei „Schwarzenberg“, Schellinggasse 14 (Sinister: geschlossen 2016, 2018: Renovierungsarbeiten in vollem Gange). Besichtigung der Gasthausbrauerei, auch Gär- und Lagertanks befinden sich in den Gasträumen, wegen Platzmangel quer übereinander angeordnet. Der Braumeister muss auch sicher auf der Leiter sein.

Bier des Monats ist Honigbier. Wir trinken außerdem Helles und Dunkles.

Essen soll auch gut sein, aber wir haben keinen Hunger.

Zwei Niederländer sind noch zu uns gekommen.

19:30 Uhr Gaststätte „Känguruh“, Bürgerspitalgasse 20, in der Nähe des Westbahnhofs. Gemütliches Bierlokal mit einer großartigen Bierkarte (71 verschiedene Biersorten), darunter ein französisches Whiskymalzbier, Stein- und Champagnerbiere. Zu jedem Bier wird das richtige Glas serviert.

In einem separaten Raum führen Britta und Dietmar mit uns eine Bierverkostung von 21 österreichischen Bieren durch. Das Bier haben sie in Flaschen mitgebracht. Wir trinken natürlich nur wenige Schlucke aus kleinen Gläsern und beurteilen nur nach den Kriterien: „würde ich kaufen“ oder „würde ich nicht kaufen“. Anschließend kann man noch diverse österreichische und belgische Biere vom Zapfhahn trinken.

Freitag, 29.02.08

Heute leichter Regen.

9:45 Uhr Treffen am Bahnhof Wien-Mitte (Landstrasse). Mit S7 Richtung Wolfsthal nach Schwechat.

10:30 Uhr Brauereiführung „Schwechater Brauerei“, Mautner Markhof-Straße 11, Schwechat, www.schwechater.at vor den Toren Wiens. Hier schuf Anton Dreher 1839 das Lager bzw. den Wiener Biertyp.

Sehr großzügiges weitläufiges Gelände, neues Sudhaus, 10-12 Sude pro Tag, alles computergesteuert. Auch hier wird viel in Dosen abgefüllt, auch für andere Brauereien, die keine Dosenabfüllanlage besitzen.

Bierverkostung in einem kleinen Raum neben dem Labor mit Dr. Andreas Unger, Qualitätsmanagement.

Wir verkosten:

  • Alkoholfreies Schlossgold mit Bier-Thermometer (ein Streifen auf dem Etikett wird blau, wenn das Bier die richtige Trinktemperatur hat)
  • Schwechater aus der Dose
  • Hopfenperle (gibt es nur im Faß), als Ersatz Zipfer Import Hell
  • Zwickl, Flasche wird nur im Kühlregal angeboten, steht deshalb nicht im Getränkemarkt herum, Abfülldatum auf dem Etikett, 10 Wochen haltbar
  • Puntigamer Almradler mit Kräuterlimonade
  • Puntigamer Märzen (Dose)
  • Heineken Lagerbier, Wieselburg

12:30 Uhr Mittagessen im „Brauhaus Schwechat“.http://www.brauhaus-schwechat.at/ Trinken ein Zwickl aufs Haus, dann Hopfenperle und Doppelmalz, ist kein Malzbier sondern 4,7% dunkles Bier. Insgesamt überzeugt die Brauerei Schwechat nicht so recht, es gibt Besseres.

14:19 Uhr Mit S-Bahn zurück nach Wien.

15:16 Uhr „1516 Brewing Company“, Krugerstrasse 18 / Schwarzenbergstrasse 2
Brewpub amerikanischen Stils mit Bieren nach amerikanischem, belgischem, britischem und deutschem Rezept. Kellnerinnen dürfen nur englisch sprechen, Besitzer will hauptsächlich ausländisches Publikum ansprechen.

Es gibt:

  • Canadian Cream Ale
  • Dark Gouvernator (Dark Ale)
  • Yankee Stickle
  • Dark Privilege Weisse
  • Eejit’s Yakima stout
  • NZ Victory Hop Devil India Pale Ale
  • Big Balls Wedding

Britta und Dietmar möchten uns einen Einblick in die Wiener Bierszene geben:

Mit Straßenbahn zum Schwedenplatz. Inzwischen müssen wir uns noch ein 72-Stunden-Ticket zu 13,60€ kaufen. Hätten wir uns vorher besser informiert, wäre eine Wochenkarte für 14€ günstiger gewesen.

Bierlokal “Krah, Krah”, Rabensteig 8. Es ist auch wieder recht voll, im hinteren Teil der Theke können wir Stehplätze bekommen. Wir wollen sowieso nicht lange bleiben. Wir trinken Grieskirchner Dunkel.

Weiter mit Straßenbahn vorbei an Votivkirche.

19:00 Uhr „Stiegl alte Ambulanz“ im alten AKH (UNI-Campus, Hof 1), Alserstraße 4. Auf dem ehemaligen Krankenhausgelände Wiens hat die Stiegl Brauerei Salzburg (sollte auch jedem Nicht-Österreicher bekannt sein) eine Gasthausbrauerei eingerichtet. Paracelsus Hausbier wird in der Gasthausbrauerei gebraut.

Bier des Monats: Altbier in 1l-Flaschen wird in der Stiegl Brauerei gebraut. Das Speisenangebot ist nicht sehr überzeugend. Der Raum ist recht groß, kahl und laut. Neben der Brauanlage gibt es ein kleines gemütliches Kaminzimmer mit Ledersesseln.

Wieder mit Straßenbahn bis zum unteren Belvedere.

21:00 Uhr „Salm Bräu“, Rennweg 8, www.salmbraeu.com. Unser reservierter Tisch in einem sehr gemütlichen Kellergewölbe, weite Wege durch die gesamte Gaststätte, z.B. zur Toilette, vorbei an der Brauanlage. Wir essen reichlich und gut und trinken Märzen und Gemischtes.

Samstag, 01.03.08

Ganzen Tag sehr stürmisch.

11:00 Uhr Treffen an der Straßenbahnhaltestelle 9 vor dem Westbahnhof

Fahrt mit U6 bis Spittelau. Direkt am S-Bahnhof befindet sich ein Werk von Hundertwasser: Müllverbrennungsanlage Fernwärme Wien.

11:30 Uhr „Eipeltauer Privatbrauerei“ (Sinister: geschlossen 2009).
In einer Industriehalle, in einem Gewerbegebiet, seit August 2007, sehr begeisterter Besitzer und Braumeister war vorher EDV-Fachmann, hat voriges Jahr Ausbildung zum Brauer gemacht. Trinken Märzen und Hell vom Faß, schon vor Beginn der Brauereibesichtigung.

Plötzlich einsetzender sehr starker Sturm und Regen, der auch einige Gegenstände vor der Brauerei durcheinanderwirbelt.

(Brauanlage Fa. Buchrucker, Linz,7,5 hl; 4 Selbstkühlertanks je 10hl; Kocht 90 Minuten bei 100°C, die anderen Brauer hatten meist kürzere Kochzeiten und unter 100°C wegen Energieeinsparung; verwendet Safale Fermente Trockenhefe, 200g auf 300l, Trockenhefe ist sonst ziemlich verpönt; Kocht Chili-Schoten mit für Chilibier; Honig erst ins fertige Bier, in Wasser aufgelöst; Abfüllen in 30-50l-Fässer und in Einweg-Wegwerfflaschen).

Sieht alles recht chaotisch aus, da genügend Platz, Schreibtisch überladen, ungelesene Post, kein Platz zum Arbeiten. In einem Karton noch Weihnachtsdekoration. Uralte Flaschenabfüllanlage, alles von Hand, wie früher.

Auf den vorgedruckten Etiketten wird Abfülldatum, Haltbarkeitsdatum und Alkoholprozentangabe mit Hand geschrieben und dann natürlich auch von Hand auf die Flaschen geklebt. Das Bier ist nach den Wiener Stadtbezirken benannt: 1090 (Helles), 1190 (Märzen), 1210 (Dunkles).Trinken direkt vom Faß 1290 (Dunkel) und Honigbier wird frisch angezapft. Imbiß ist vorbereitet: Brot, Käse, Kochschinken, Geselchtes, Chili, Gurken. Von dieser Brauerei, dem Braumeister und den Bieren sind alle begeistert.

Am Nachmittag gab es keine festen Termine, erst abends 19 Uhr im Fischerbräu. Die meisten waren aber dafür, zwei weitere Gasthausbrauereien zu besichtigen.

Gegen 14:00 Uhr fahren mit der U6 zum Karlsplatz. Über Naschmarkt (allerdings nur Hans Rolf und wir, die anderen auf direkten Weg, wegen leichtem Regen) zum „Wieden Bräu“, Waaggasse 5. Es gibt: Hell, Dunkel, Märzen, Schnitt, Osterbier, Pils. Von 15-17 Uhr Happy Hour, alle hausgebrauten Biere zum halben Preis.

Wir trinken Osterbier, die anderen wollen sofort weiter, so schlecht fand ich es hier allerdings auch nicht.

16:00 Uhr mit Straßenbahn, U-Bahn, Bus … zur recht weit außerhalb gelegenen „Medl Bräu“, Linzer Straße 275. Es gibt: Hell, Dunkel, Märzen, Gemischt Festbock (Osterbock) soll erst ab morgen ausgeschenkt werden. Kellner ist nicht bereit, schon vorfristig auszuschenken, Braumeister ist nicht da. Kellner haben auch keine Ahnung, sagen, das Bier muß noch gebraut werden, na ja … wir lassen ihn in dem Glauben und verzichten eben auf das Osterbier.

Die Einrichtung ist sehr nett und rustikal, Essen scheint auch gut zu sein.

Ein Pfiff ist hier 0,125l – sind sehr kleine niedliche Gläser.

19:00 Uhr Abendessen und Abschlusstreffen im „Fischerbräu“, Billrothstrasse 17, Wiens erste und älteste neue Gasthofbrauerei, eröffnet 1985. Aktuelles Bier ist Fastenbier, weiterhin gibt es Helles und Weizenbier. Essen ist gut und reichlich.

20:30 Uhr Brauereibesichtigung in einem Anbau neben den Gasträumen. Leicht verwirrend: Braumeister Osmani, Türke, Thailänder oder Pakistani – ich weiß es nicht. Trinken Osterbock vom Zwickelhahn. Leider ist es sehr voll, verräuchert und laut; im Sommer gemütlicher Biergarten. Von Britta und Dietmar bekommt jeder ein Buch Österreichischer Bierführer von Conrad Seidl (bekannt als „Bierpabst“) geschenkt.

23:30 Uhr Rückfahrt zum Westbahnhof. Mit Udo gehen wir noch zur „Hopfenstange“ und trinken ein großes und kleines Zwickel Egger.

Sonntag, 02.03.08

Viel Zeit bleibt uns heute nicht mehr.

Wir bringen den Koffer am Westbahnhof ins Schließfach und fahren mit Straßenbahn zum Zentralfriedhof.

Wir schauen uns die Ehrengräber an: Beethoven, Mozart, Johann Strauß, Richard Strauß, Hans Moser, Curd Jürgens. Wir suchen das Grab von Falco, finden es nicht und auch keinen, der es uns sagen kann.

Fahren wir wieder am Westbahnhof, wollen irgendwo ein Bier trinken und eine Kleinigkeit essen. Eine gemütliche Bierkneipe finden wir aber nicht, gehen noch mal um den Bahnhof zum Europaplatz, haben aber nur noch 1 Stunde Zeit und gehen deshalb ins ziemlich ungemütliche Bahnhofs-Restaurant, trinken Ottakringer Helles und essen eine Kleinigkeit.

14:30 Uhr fahren wir mit dem Bus zum Flughafen.
Wir treffen noch mal Volker, der mit uns fliegt, und Udo, der nach Düsseldorf fliegt.

16:25 Uhr Abflug, es ist immer noch recht stürmisch, wir merken beim Fliegen allerdings kaum etwas davon. Lediglich der Flug dauert länger, da wir wegen Gegenwind mit nur 700 km/h statt 900 km/h fliegen.

18:10 Uhr Ankunft in Köln

Das billige, weit abgelegene Parkhaus hat für 5 Tage 29 Euro gekostet.

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